Lyon

von xeniawenzel

Ein Tisch, zwei kleine Hocker.
Ein Sofa, ein Bett, zwei Menschen, nur eine Decke.
Ein großes, schönes, französisches Zimmer, muffig.
Die Fenster mit dem Blick auf die Rue Paul Bert.

Die Stadt. Wir.
Wir sind verloren in dieser wunderschönen Stadt, zwischen all den Straßen,
Gassen, Plätzen und Menschen. Und doch, dazwischen, da sind wir.
So klein, und so bedeutend.

Ich muss nur die sieben Tage aufzählen, dann bin ich weg.
Was wird dann mit uns sein?
Dann wird diese Woche für immer konserviert in unserer Erinnerung.
Du, ich, die Stadt, keine Zeit, die zählt.

Eins.
Ein Blick, eine Umarmung, der Spaziergang im Dunkeln zu dir, nicht an die Saône.
Eine Flasche Wein, zwei zerbrochene Gläser.
Dunkelheit. Die stille Stadt.
Dein Körper neben meinem im Bett. So vertraut.

Zwei.
Französisches Baguette. Die kleinen Hocker.
Es ist Mittag, und wir erobern die Stadt.
So erschöpft.
Deine Hand berührt meine Hand.

Drei.
Auf dem Fahrrad, der frische Wind.
Im Park. Deine Hand.
Ich versinke in deinen Blicken und Berührungen.

Vier.
Dein Blick Er trifft mich ganz tief.
Dein Pullover. Er wärmt mich auf dem Weg nach draußen.
Dein Lächeln. Unsere Freude.

Fünf.
Das Eis, aber ohne Cupcake.
Die Rhône, ich weiß nicht, wohin.
Der Film, der Weg zurück auf dem Rad.

Sechs.
Viel zu viel schlechter Vodka.
Wir brauchen keine Party, wir haben uns.
Der Spaziergang durch das nächtliche Lyon, entlang der Saône.
Morgen schon.

Sieben.
Die Stadt. Ein letztes Mal.
Ich kann nicht.
Es ist so schwül, ich schwitze.
Ein letztes Mal liegen wir in deinem Bett.

weg.

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